bergmodelle wolfgang pusch
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NOTA bene . . .

RELIEFKÜNSTLER

Gerade weil die Herstellung hochwertiger Reliefs keine maschinelle Arbeit ist, sondern neben technischem Wissen vor allem auch das (künstlerische) Talent zur handwerklichen Umsetzung erfordert, ist der Reliefbau ohne seine Protagonisten nicht denkbar:  Einzelne Menschen, die beruflich oder durch privates Interesse eingebettet in die Umstände ihrer Zeit teils großartige Reliefs herstellten und so diese exotischeSymbiose aus Wissenschaft und Kunsthandwerk schufen.

 

Ich möchte sie als »Reliefkünstler«  bezeichnen,  denn die Arbeit erfordert eben jene spezielle Ader, Strukturen der Natur in Miniatur in einer ganz eigenen Weise umzusetzen. Entsprechend unterscheiden sich die Werke der einzelnen Reliefkünstler in ihrer Ausführung - nicht nur bedingt durch unterschiedliche verwendete Materialien, die eben in der jeweiligen Zeit zur Verfügung standen, sondern auch durch die Art und Weise,  wie Einzelheiten verwirklicht wurden.

 

Toni Mair   1940 - 2015

Toni Mair, 1940 in Innsbruck geboren, war in Umfang und Qualität seiner Arbeiten einer der bedeutendsten Reliefbauer überhaupt.

Als Lehrer für Geographie und Geologie an der Kantonsschule Zug (CH) setzte er sich mit den Möglichkeiten der Darstellung der Geomorphologie im Relief auseinander und erstellte erste Arbeiten für seine Schüler.

Der Kontakt zu Prof. Eduard Imhof verstärkte sein Interesse, und beginnend mit den 1990er-Jahren entwickelte er sich zu einem der produktivsten Reliefkünstler überhaupt.  Sein erstes großes Werk war das Relief der Berninagruppe im Maßstab 1:3.980 .  Es folgten neben zahlreichen kleineren bis mittleren Arbeiten die großen Reliefs des Kantons Aargau (1:10.000; 2001;  25 Quadratmeter),  der Region um Engelberg (1:10.000; 2005;  3 Quadratmeter) und das nicht ganz vollendete Relief der »Krone von Zinal« in den Walliser Alpen  (1:5.000;  2009-2015, 11 Quadratmeter).

 

Seine Arbeiten sind von unglaublicher Liebe zum Detail und Akribie geprägt. Toni Mair setze dabei nicht nur Maßstäbe bei der Gestaltung alpinen Terrains; er war der erste Reliefkünstler, der auch dem menschlichen Kulturraum mit der präzisen Darstellung von Siedlungen und Infrastruktur bis hin zur Parzellierung von Feldern ein realistisches Aussehen im Modell gab. Sein Meisterwerk diesbezüglich ist das Relief des gesamten Kantons Aargau.


Darüber hinaus hat er unermüdlich mit Vorträgen, die regelrecht Begeisterung schürten, Interessierten den Reliefbau nahe gebracht und nicht zuletzt ein fundiertes Buch zum Reliefbau geschrieben, das für lange Zeit ein Standardwerk sein wird.

 

Prof. Dr. Eduard Imhof   1895 - 1986

Nach dem Ingenieurstudium an der Eidgenössischen technischen Hochschule (ETH)  in Zürich lehrte er schließlich dort selbst als Professor Topografie und Kartografie.  Er war Gründer des bis heute bestehenden Instituts für Kartographie an der ETH und prägte in dieser Eigenschaft üebr Jahrzehnte das Kartenwesen in der Schweiz, mit seinen Arbeiten zum Atlas der Schweiz auch den Geografieunterricht an den Schulen der Schweiz.

 

Nicht nur in der Schweiz, auch auf seinen Auslandsreisen (u.a. Tibet mit der Vermessung des Minja Konka) erstellte er Landschaftspanoramen, die sich durch eine bemerkenswerte Präsizion und Generalisierung der wesentlichen Strukturen auszeichneten.

Entsprechend war Eduard Imhof auch zum Bau von Reliefs prädestiniert. Neben zahleichen kleineren Arbeiten zu geologischen Reliefs sind es vor allem seine zwei im sehr großen Maßstab 1:2.000 ausgeführten Reliefs der Windgälle und des Bietschhorns, deren Abgüsse bis heute bleibende Maßstäbe gesetzt haben.

Relief OLPERER zur Ausstellung zum 150. Jahrestag der Erstbesteigung

Neues Serienrelief:

Watzmann 1:15.000

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