Der professionelle Reliefbau kann auf eine inzwischen mehr als 100jährige Tradition zurückblicken.
Vielleicht kann man die Herstellung von Reliefs am besten als »Symbiose von Wissenschaft und Kunsthandwerk« charakterisieren, wie Toni Mair und Susanne Grieder dies im Untertitel des aktuellen Standardwerks zum Reliefbau getan haben.
»Wissenschaft«, weil der Reliefbau einerseits stets von den Fortschritten der Vermessung und Kartographie abhängig war, die fertigen Reliefs selbst andererseits aber hervorragende didaktische Objekte für die Fachgebiete Geologie, Geomorphologie, Glaziologie und Topographie sind. Sie erschließen auch heute noch, in Zeiten multimedialer Themenaufbereitung, manche Zusammenhänge am besten.
»Kunsthandwerk« deshalb, weil der Reliefbau Talent und spezifische Fähigkeiten erfordert, der Reliefbauer als Künstler aber nicht völlig frei in seiner Gestaltung ist - schließlich soll das Relief ja dem Original gleichen.
Im Reliefbau gilt jedoch vor allem der Grundsatz, dass ein Relief um so schöner ist, je mehr Arbeit in ihm steckt.